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Die besten Routen durch Südostasien für Backpacker – Thailand nach Malaysia

Südostasien wird hierzulande als Reiseziel immer beliebter. Kein Wunder, schließlich locken unberührte Natur, faszinierende Kulturen sowie kulinarische Köstlichkeiten der Extraklasse.

Trotz all dieser Vorteile ist die Region noch immer relativ preiswert. Die einzige Hürde also? Die richtige Planung. Mit diesem Artikel gelingt dir jedoch auch die Vorbereitung auf deinen Trip mühelos, sodass einer bereichernden Erfahrung nichts mehr im Wege steht.

Grundsätzlich sind die Menschen in Südostasien sehr nett und Touristen gegenüber freundlich gesinnt. Da sich die einzelnen Länder außerdem bestens zu einer einzigen Route für Backpacker kombinieren lassen, sind Rundreisen besonders beliebt. Auch ist es unheimlich einfach, sich mit dem Bus fortzubewegen , und dazu noch ausgesprochen preiswert! Zwischen vielen südostasiatischen Ländern besteht sogar eine Überlandverbindung mit dem Bus.

Zuvor solltest du jedoch sicherstellen, dass du die nötigen Visa eingeholt hast. Weitere Informationen dazu findest du hier:

Erste Schritte der Planung für deine Reise durch Südostasien

Bevor du dich an die Reise machst, solltest du zunächst die Rahmenbedingungen klären. Wie lange hast du überhaupt Zeit und welches Budget steht dir zur Verfügung?

Als nächstes solltest du dir überlegen, welche Ziele du besuchen möchtest. Hast du schon immer davon geträumt, die eindrucksvolle Tempelanlage von Angkor Wat in Kambodscha zu besichtigen? Oder willst du unbedingt an einem weißen Sandstrand in Thailand dem Luxus frönen? Diese Dinge solltest du dir ebenso überlegen wie die geeignete Reisezeit, denn gewisse Orte büßen außerhalb der Hochsaison an Schönheit ein.

Vor allem die Regenzeit kann in Südostasien einen erheblichen Einfluss auf die Zugänglichkeit so mancher Sehenswürdigkeiten haben.
Möglicherweise willst du aber gerade in diesem Abschnitt des Jahres reisen, zumal viele Hotels mit vergünstigen Preisen locken und die Schauer meist nur von kurzer Dauer sind.

Anreise nach Südostasien

Nachdem du nun festgelegt hast, entlang welcher Route die Reise gehen soll, gilt es, sich über die Anreise Gedanken zu machen. Von Deutschland aus werden Direktflüge in nahezu alle südostasiatischen Hauptstädte angeboten.

Falls du bereit bist, einen Zwischenstopp einzulegen, dann solltest du auch bei chinesischen und arabischen Fluglinien recherchieren, schließlich lässt sich auf diese Weise eine Menge Geld sparen. Das klassische Drehkreuz für Backpacker auf dem Weg nach Südostasien ist Bangkok. Die thailändische Hauptstadt ist jedoch nicht nur ein Mittel zum Zweck, sondern seit einigen Jahren auch die meistbesuchte Stadt und somit stets eine Reise wert.

Anschließend kannst du mit einer von zahlreichen Billig-Fluglinien die Nachbarländer in Angriff nehmen. Hier wirst du in preiswerten Hostels sicher eine Menge gleichgesinnter Backpacker treffen.

Falls du, aus welchen Gründen auch immer, unter keinen Umständen nach Bangkok willst, bieten sich auch Singapur oder Kuala Lumpur als Sprungbretter für die Reise an. Beide sind jedoch weitaus teurer als Bangkok.
Mit einem sogenannten Gabelflug steht dir zudem die Möglichkeit offen, auf dem Rückweg eine andere Route zu verfolgen.

Die Weiterreise

Die südostasiatische Tourismus-Infrastruktur ist grundsätzlich sehr gut ausgebaut. So erwartet dich vor Ort ein eng gezogenes Netz an Flügen zu erschwinglichen Preisen. Mit etwas Glück erstehst du einen Inlands- oder gar Nachbarlandsflug schon für umgerechnet 50 Euro. Mithilfe einschlägiger Suchmaschinen kannst du Preise vergleichen und dir die günstigste Verbindung sichern.

Die klassische Backpacker-Route: Thailand nach Malaysia

Unter allen Routen durch Südostasien sticht eine als traditionsreichste und berühmteste hervor. Die Hippies der 1960er Jahre etablierten einen Reiseplan, der seither als The Banana Pancake Trail (Bananenpfannkuchen-Pfad) bekannt ist.

Noch heute erfreut sich diese Route enormer Beliebtheit, schließt sie doch sämtliche Sehenswürdigkeiten der Region ein und man kann sie außerdem absolvieren, ohne zwischen den einzelnen Stationen fliegen zu müssen.
Bevor wir dir die Tour im Detail vorstellen, hier einige Eckdaten:

  • Startpunkt: Bangkok, Thailand
  • Endpunkt: Kuala Lumpur, Malaysia
  • Dauer 3 – 6 Monate (Grundsätzlich kannst du mit rund drei oder vier Wochen in den einzelnen Ländern rechnen, lediglich für Laos und Kambodscha lässt sich getrost auch weniger Zeit einplanen)
  • Benötigtes Reisebudget: 2000-5000 Euro
  • Ideale Reisezeit: zwischen September und März (Hauptsaison und keine Regenzeit)
  • Tipps: Informiere dich frühzeitig darüber, welche Visa du für deine Reise benötigst. Wichtige Informationen findest du hier:
    Auch gewisse Impfungen sind für die Reise notwendig. Lasse dich daher von einem auf Tropenmedizin spezialisierten Arzt beraten.

Nun haben wir sämtliche Dinge abgehakt, über die du im Vorfeld der Reise Bescheid wissen solltest, und können uns an das erste Land des Trips machen!

Land 1: Thailand

Thailand für sich genommen ist bereits ein tolles Reiseland, in dem du durchaus einige Zeit verbringen kannst. Dementsprechend solltest du für diese Station etwa drei bis vier Wochen einplanen. Bangkok ist der perfekte Startpunkt für deine Expedition durch den Südosten Asiens. An den ersten Tagen wirst du den Jetlag los und erkundest das Touristenziel Nummer eins auf der Welt. Tausende von gleichgesinnten Backpackern ziehen durch die Stadt, immer auf dem Sprung zum nächsten Ziel. Das macht Bangkok zum idealen Ort, um Freundschaften für den weiteren Verlauf deiner Reise zu schließen.
Von Bangkok aus geht es entweder in den Norden nach Chiang Mai oder per Zwischenstopp zum UNESCO-Welterbe Sukhothai, der alten Hauptstadt Thailands.
Rund drei Stunden westlich von Chiang Mai liegt das „Hippieparadies Pai“, umgeben von malerischer Natur. Ein Geheimtipp ist die Stadt Chiang Rai, die noch ein wenig weiter im Norden liegt und mit einem wunderschönen weißen buddhistischen Tempel sowie einem schwarzen Tempel – dem perfekten Gegenstück also.
Von hier aus machst du dich auf nach Chiang Kong, einer Grenzstadt zwischen Thailand und Laos, dem nächsten Ziel.

Land 2: Laos

Entlang des mächtigen Mekong geht es von Thailand nach Laos. Dieser Abschnitt der Reise ist viel mehr als nur ein lästiger Transport zwischen zwei Stationen der Reise, er ist ein wahres Abenteuer für sich. In der durchaus touristischen Stadt Luang Prabang findest du zahlreiche Tempel und sagenhaft leckeres, landestypisches Essen vor. Etwas außerhalb der Stadt befindet sich außerdem der donnernde Kuang-Si-Wasserfall. Mit dem Bus oder auch dem Boot geht es weiter gen Norden, nach Nong Khiaw. Im Ort am Ufer des Flusses Nam Ou werden verschiedenste Outdoor-Aktivitäten angeboten, von Trekking über Klettern bis hin zu wilden Kayak-Abfahrten. Anschließend geht es wieder nach Süden, mitten hinein in den dichten Monsunwald. Dort befindet sich das Städtchen Vang Vieng, ein weiteres Naturparadies. Die Etappe im beschaulichen Laos komplettiert die Landeshauptstadt Vientiane, ähnlich verschlafen und doch faszinierend. Entspanne ein wenig am Ufer des Mekong und besuche Pha That Luang, ein gigantisches buddhistisches Bauwerk und Nationalsymbol von Laos,
bevor es weitergeht ins turbulente Vietnam.

Land 3: Vietnam

Wenn du dich bereits ein wenig auf die Umstellung auf die vietnamesische Hektik vorbereiten möchtest, legen wir dir die 27-stündige Busfahrt von Vientiane nach Hanoi ans Herz. Natürlich kannst du dich auch einfach für einen einstündigen Flug entscheiden, aber wir hatten dir ja versprochen, dass die Tour ohne Flüge auskommt.
Dann bist du mittendrin: In der Millionenmetropole Hanoi, im geschäftigen Verkehr, zwischen brutzelndem Streetfood und dem billigsten und trotzdem besten Bier Südostasiens. Weiter geht es zur Bucht von Hạ Long, die von tausenden Kalkfelsen, kleinen Inseln und schwimmenden Dörfern gespickt ist. Seit 1995 ist sie Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und ein unverzichtbarer Bestandteil des Banana Pancake Trail. Überhaupt ist der Norden des Landes voller faszinierender Touristenattraktionen. Zu erwähnen sind außerdem die Motorradtour Ha-Giang-Loop mit ihrer atemberaubenden Szenerie sowie der Phong-Nha-Nationalpark mit der größten Höhle der Welt Han Son Doong.
Den Süden des Landes solltest du von Ho-Chi-Minh-Stadt aus ansteuern, dem wirtschaftlichen Zentrum Vietnams. Sehenswürdig sind die Notre-Dame-Basilika, ein Überbleibsel der französischen Kolonialzeit und Wahrzeichen der Stadt sowie das von Gustave Eiffel entworfene Hauptpostamt.
Weitere tolle Ausflugsziele in Südvietnam sind das Kitesurfingparadies Mui Ne, die Partyhochburg Nha Trang und die vietnamesischen Alpen in Dalat.

Land 4: Kambodscha

Sechs Stunden dauert die Busfahrt von Vietnam bis Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Traurige Bekanntheit erlangte die Stadt durch die Killings Fields während der Militärdiktatur Pol Pots. Heute erinnern zahlreiche Museen an die dunkelste Periode der kambodschanischen Geschichte.
Drei Stunden südlichen der Hauptstadt befindet sich das Fischerdorf Kep, das durch seine tollen Sandstrände und leckere Meeresfrüchte zu beeindrucken weiß. Sollte dich die Magie dieses Orts verzaubern, findest du in Kampot ähnlich paradiesische Zustände vor. Mit einem zwölfstündigen Nachtbus kommst du nun zum absoluten Highlight des südostasiatischen Staats: den Tempelanlage von Angkor Wat. Millionen von Touristen statten dem größten religiösen Bauwerk der Welt jedes Jahr einen Besuch ab, und auch auf deiner Reise darf diese Sehenswürdigkeit nicht fehlen. Ganze drei Tage solltest du für die Tempel einplanen.

Kurzer Zwischenstopp: Thailand

Bevor die Reise zur finalen Etappe weitergeht, legst du noch einen kleinen Stopp im Süden Thailands ein. Die Strände sind einfach zu sagenhaft, um sie auf dieser Route nicht zu besuchen. Außerdem gehen von Kambodscha aus keine Boote nach Malaysia. Warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Tolle Strände sind beispielsweise Koh Lipe in der Provinz Satun oder jene der Insel Ko Ngai.

Land 5: Malaysia

Das letzte Reiseland ist Malaysia, mit einem Schnellboot mühelos von Südthailand aus erreichbar. So geht beispielsweise eine Fähre von der Insel Ko Mak, nahe der Grenze Thailands zu Kambodscha. Erster Anlaufpunkt ist Penang, ein wahres Paradies für Foodies. Malaysisches Essen ist unheimlich vielseitig und schmackhaft, und wohl nirgendwo so preiswert wie hier. Von hier aus führen mehrere Routen durch das Land. Die Cameron Highlands im Landesinneren wissen mit verschlungenen Golfstrecken und alten Teeplantagen zu begeistern, während die Perhentian-Inseln tolle Strände zum Tauchen und Schnorcheln, aber auch Feiern bieten.
Die Reise endet schließlich in der Hauptstadt Kuala Lumpur. Die Millionenmetropole ist ein Mikrokosmos des multikulturellen Malaysia. Ein indisches Frühstück gefolgt von einem chinesischen Mittagessen, schließlich abgerundet von arabischem Dinner? In wenigen Städten dieser Welt ist das so einfach wie hier. Tagesausflüge führen zu den Batu-Höhlen, die zahlreiche Hindutempel beherbergen, oder den weltberühmten Petronas Towers, einem der höchsten Bauwerke unseres Planeten.

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