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Mit dem Fahrrad durch die Tempel von Angkor Wat

„Alle so unsportlich im tuk-tuk, wir fahren mit dem Fahrrad!“ das war unser Gedanke als wir mit dem, nicht mehr allzu neuem Fahrrad dem Weg nach Angkor radelten. Vielleicht änderte sich diese Einstellung zum Tuk Tuk im Laufe des Tages und doch würden wir es immer wieder genauso machen und zwar mit dem Fahrrad.

Der Tempelkomplex Ankor mit den unzähligen Tempeln Ankor Wat, Ta Prohm, Bayon etc. ist die größte und bekannteste Tempelanlage in Kambodscha und somit ein Pflichttermin für alle Reisenden und Kulturinteressierten.

Mit dem Rad durch die Tempel von Angkor Wat

Gastbeitrag von Katja Breitenberger und Hannah Gögele

Die Tempelanlage liegt 20 km nördlich der Stadt Siem Riep. Zum erreichen und besichtigen der Anlage gibt es mehrere Möglichkeiten. Die wahrscheinlich bequemste Möglichkeit ist das tuk-tuk (emork). Für circa 15-20 US$ ist der Fahrer den ganzen Tag für dich da und bringt dich von Tempel zu Tempel.

Unsere Fahrräder für Angkor Wat…

Wir haben uns für die billigste und für uns intensivste Variante, dem Fahrrad entschieden, angeblich ein heißer Insider Tipp.  In den meisten Hostels kann man die Räder für circa 2 US$ pro Tag leihen, ansonsten gibt es genügend weitere Fahrradverleihe.

Wer jedoch mit Top Mountainbikes rechnet, sollte lieber mit dem tuk- tuk fahren, denn mit 2 US$ muss man sich mit einem bereits antiken Drahtesel zufrieden geben. Wir hatten Glück, da drei von vier Rädern einwandfrei fuhren.

Vielleicht sollte man sich die Fahrräder vorher kurz ansehen, eines war nämlich nicht mehr ganz so fahrtauglich.

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Um den berühmten Sonnaufgang in Angkor Wat, dem Tempel schlechthin zu sehen, heißt es früh aufstehen oder gar nicht erst ins Bett zu gehen.  Mit dem Fahrrad braucht man ca. 20 Minuten bis zur Tempelanlage und die Tickets kauft man bereits einige Kilometer vor dem Tempelkomplex.

Sonnenaufgang in Angkor Wat

Um keinen Stress zu bekommen und den Besuchermassen, die kurz vor dem Sonnenaufgang in Schlangen vor der Ticketkassa stehen, zu entgehen, empfiehlt es sich bereits etwas früher hinzufahren. Ohne Zeitdruck kann man sich einen guten Platz sichern, denn wer nämlich mit der romantischen Vorstellung hinfährt, beim Sonnenaufgang allein in Ankor Wat zu sitzen, wird eines Besseren belehrt, denn diese romantische Stimmung teilt man mit gefühlten 500 Leuten.

Jedoch wenn die Sonne mit ihren atemberaubenden Farbenspiel hervorblitzt, vergisst man die Menschenmenge schnell und genießt den magischen Augenblick.

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Im Laufe des Tages spürt man die vielen Menschen nicht mehr so sehr, außer man wird auf dem Fahrrad ständig  von tuk-tuks und Bussen überholt.

Von Angkor Wat ist die Tempelanlage Angkor Thom, die letzte Große Hauptstadt des Khmer Reiches, die Straße entlang ca. 10 Minuten entfernt, so dass man sie praktisch nicht verfehlen kann, auf dem Weg zum Bayon Tempel.

Bayon, der Tempel mit den Gesichtern, hat was magisches und geheimnisvolles und war für uns neben Ankor Wat und Ta Prohm, der Tempel der im Dschungel zwischen Bäumen, Wurzeln und Pflanzen verwachsen und versteckt ist, eines der Highlights.

Insgesamt braucht man von Tempel zu Tempel ca. 10 bis 20 Minuten, je nach der eigener Geschwindigkeit. Keine Angst, man muss kein aktiver Sportler sein um die Strecke mit dem Rad zu bewältigen.

Es gibt keine größeren Steigungen und Neigungen, wobei wir uns auch nicht sicher waren, ob das unsere Räder geschafft hätten. Das Positive daran, man ist unabhängig, kann stehen bleiben wo und wann man möchte und sieht so einige schöne Ausblicke, die man unter dem tuk-tuk oder im Bus vielleicht nicht entdecken würde.

Einen Reiseführer in dem die Tempelanlage beschrieben ist, oder eine Karte über die Anlage, sollte man allerdings auf jeden Fall dabei haben, da man sich selbst orientieren muss. Für uns war es interessant, somit haben wir uns nämlich intensiv mit den ganzen Tempeln auseinandergesetzt.

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Da man die Tempel nur mit langer Kleidung, soll heißen: Schultern bis Ellenbogen bedeckt , Hosen bis unter die Knie, und wichtig für Frauen, keine Leggins oder Schals, betreten darf, kann die Fahrt mit dem Rad schon mal den ein oder anderen Schweißausbuch erfordern, oder wie es bei uns der Fall war, ein ständiges aus- und anziehen sein.

Das Ticket sollte man immer griffbereit haben, da vor allen Haupttempeln die Tickets kontrolliert werden. Wird man im Tempel ohne Ticket erwischt, zahlt man 100 US$ Strafe. Neben den bekanntesten Tempel gibt es noch unzählig viele beeindruckende Tempel wie Preah Khan, dem Preah Neak Poan, etc. die man an einen Tag schafft.

Will man wirklich jeden einzelnen Tempel genau besichtigen, würden wir, unabhängig vom Verkehrsmittel, mehr als einen Tag empfehlen (Dreitageskarte $40/ Wochenkarte $60).

Für uns war es ausreichend, da wir uns den ganzen Tag von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang,  rund um die Tempel aufhielten und mit dem Rad ziemlich flexibel und schnell vorankamen. Zur Mittagszeit wurde es etwas ruhiger, so konnte man vieles mit weniger Andrang besichtigen, da viele zum Essen, um der Mittagshitze zu entgehen, zurück in die Stadt fuhren.

Den Sonnenuntergang in Sra Srang, dem ehemaligen königlichen Badeteich, sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen, man muss jedoch damit rechnen, im Dunkeln zurück in die Stadt fahren zu müssen.

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Die Rückfahrt verlief für uns etwas anders als geplant, wir mussten uns nämlich nicht nur mit  höllischen Schmerzen des Allerwertesten, sondern auch mit der Einsicht, dass wir uns total verfahren haben, auseinandersetzen.

Aus 20 Minuten wurde mehr als eine Stunde, und gefühlt sicherlich noch um einiges mehr. Durch die Sonne, die vielen Eindrücke und dem vielen Radeln blieb unsere Aufmerksamkeit zum Ende hin etwas auf der Strecke und wir nahmen die falsche Abzweigung.

Ansonsten ist die Anlage sehr gut beschildert und wir hatten keine Probleme die verschiedenen Tempel zu finden. Das Rad konnte man problemlos überall abstellen und mit dem Schloss, das man beim Verleih mitbekam war es auch immer sicher.

Obwohl wir auf dem Rückweg schon den ein oder anderen im tuk-tuk beneideten und trotz der „überflüssigen Anstrengung“ am Ende, war es für uns mit dem Rad ein wunderschönes Erlebnis und wir würden auch ein weiteres Mal mit dem Fahrrad nach Angkor fahren.

Danke an Hannah und Katja für den super Artikel.

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