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Südostasien Backpacker

Backpacken in Vietnam: Route für 3–4 Wochen von Nord nach Süd

Vietnam ist lang. Richtig lang. Von Hanoi im Norden bis Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden liegen rund 1.700 Kilometer, und beim Backpacken in Vietnam wartet auf der Strecke fast alles, was Backpacker lieben: Reisterrassen in den Bergen, Kalkfelsen in der Bucht, Laternen in Hoi An und Garküchen an jeder Ecke.

Die typische Frage in unserer Community lautet deshalb: Wie viel schaffe ich in drei oder vier Wochen, ohne nur im Bus zu sitzen?

In diesem Guide zum Backpacken in Vietnam zeigen wir dir eine Route von Nord nach Süd, die sich in drei bis vier Wochen gut schaffen lässt. Dazu gibt es alles zu Visum, Transport und den Regeln, die 2026 wichtig sind – vor allem, wenn du Motorrad fahren willst.

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Backpacken in Vietnam: Das Wichtigste in Kürze

Kurze Antwort: Mit deutschem oder Schweizer Pass darfst du bis zu 45 Tage visumfrei in Vietnam bleiben – genug für eine Backpacking-Route von drei bis vier Wochen. Die klassische Route führt von Hanoi über Ninh Binh, Hue und Hoi An bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt und ins Mekong-Delta. Österreicher brauchen ein E-Visum.

Einreise: Visum für Deutsche, Österreicher und Schweizer

  • Deutschland: bis zu 45 Tage visumfrei. Laut Auswärtigem Amt zählen Ein- und Ausreisetag jeweils als voller Tag. Bei der Einreise musst du einen Ausdruck deines Rück- oder Weiterflugtickets vorlegen.
  • Schweiz: ebenfalls bis zu 45 Tage visumfrei.
  • Österreich: Österreich steht nicht auf der Befreiungsliste. Du brauchst ein E-Visum.

Das E-Visum beantragst du über das offizielle Portal der vietnamesischen Einwanderungsbehörde. Es gilt laut Auswärtigem Amt für maximal 90 Tage, auch für mehrfache Einreise, die Bearbeitung dauert etwa drei Tage. Die Gebühr liegt laut Reiseportalen bei circa 25 US$ für die einfache und 50 US$ für die mehrfache Einreise (Stand: November 2026).

Der Pass muss ab Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Kontrollier direkt bei der Einreise, ob du einen Stempel mit Gültigkeitsdatum bekommen hast – sonst droht bei der Ausreise ein Bußgeld.

Alle Länder im Überblick findest du in unserem Artikel zu Visa und Einreise in Südostasien.

Vietnam Backpacking Route: 3 bis 4 Wochen

Die Route läuft von Nord nach Süd. Du kannst sie genauso gut umdrehen, wenn du in Ho-Chi-Minh-Stadt landest. Ein Gabelflug (Hinflug Hanoi, Rückflug Ho-Chi-Minh-Stadt) spart dir die lange Rückfahrt.

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1. Hanoi (3 Tage)

Hanoi ist der perfekte Einstieg: In der Altstadt rauschen die Roller vorbei, auf den Bürgersteigen sitzen die Leute auf Plastikhockern und essen Pho. Plan Zeit für den Hoan-Kiem-See, die Altstadt und Streetfood ein.

Ein Tipp vom Auswärtigen Amt: Am Hoan-Kiem-See gibt es immer wieder Betrugsversuche – etwa „Gebühren“ fürs Fotografieren von Straßenverkäufern oder Schuhputzer, die eine „Rückgabegebühr“ verlangen. Frag vor dem Foto um Erlaubnis und halte dich von Schuhputzern fern.

Unsere Hostel-Tipps für das Old Quarter findest du in Die besten Unterkünfte für Backpacker in Hanoi.

2. Ha-Long-Bucht oder Lan-Ha-Bucht (2 Tage)

Die Kalkfelsen in der Bucht sind eines der bekanntesten Motive Vietnams. Wichtig: Laut Auswärtigem Amt gab es in der Ha-Long-Bucht wiederholt Schiffsunfälle, teilweise mit Todesopfern. Buch nur bei renommierten Anbietern und überzeug dich selbst, dass genug Rettungswesten an Bord sind.

Auf der Insel Cat Ba kam es laut Auswärtigem Amt vereinzelt zum Einsatz von K.-o.-Tropfen. Lass deine Getränke nicht unbeaufsichtigt.

3. Ninh Binh (2 Tage)

Die „Ha-Long-Bucht an Land“: Kalkfelsen, Reisfelder und Bootstouren auf dem Fluss. Ninh Binh liegt südlich von Hanoi und lässt sich gut mit dem Drahtesel erkunden.

Optional: Norden mit Sapa oder Ha Giang (3–4 Tage)

Wenn du vier Wochen hast, lohnt ein Abstecher in die Berge. Der Ha-Giang-Loop ist bei Backpackern sehr beliebt – aber nicht ohne Risiko. Laut Auswärtigem Amt kam es gerade in der Provinz Ha Giang mehrfach zu schweren, teils tödlichen Motorradunfällen ausländischer Reisender. Notärztliche Versorgung und Rettungsflüge gibt es im Land nicht.

Viele Backpacker fahren deshalb als Sozius mit einem lokalen Fahrer (Easy Rider).

Achtung, nahe der Grenze zu China: Laut Auswärtigem Amt wird dringend von Reisen in die Nähe militärischer Sperrgebiete abgeraten, und für Besuche in Grenznähe brauchst du gesonderte Genehmigungen.

4. Phong Nha (2 Tage)

Der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang ist bekannt für seine riesigen Höhlen.

5. Hue (2 Tage)

Die alte Kaiserstadt mit Zitadelle und Kaisergräbern liegt in Zentralvietnam. Gut zu wissen: Laut Auswärtigem Amt kann es in Mittelvietnam vor allem zwischen Juni und November zu Taifunen kommen, die stärkste Regenzeit mit Überschwemmungen ist hier von Oktober bis Dezember. Plan in dieser Zeit Puffertage ein.

6. Hoi An und Da Nang (3 Tage)

Hoi An mit seiner gelben Altstadt und den Laternen ist für viele das schönste Städtchen Vietnams. Von Hue kommst du über den Wolkenpass nach Da Nang und weiter nach Hoi An. Viele Backpacker lassen sich hier Kleidung schneidern.

7. Da Lat (2 Tage, optional)

In den Bergen des Südens ist es angenehm kühl. Da Lat ist ein guter Zwischenstopp auf dem Weg nach Süden.

8. Ho-Chi-Minh-Stadt (3 Tage)

Saigon, wie viele die Stadt noch nennen, ist lauter und schneller als Hanoi. Zu den Klassikern gehören das Kriegsrestemuseum und ein Ausflug zu den Cu-Chi-Tunneln.

Zwei Warnungen des Auswärtigen Amts für Ho-Chi-Minh-Stadt:

  • Polizeirazzien in Bars und Clubs: Gäste müssen dabei einen Drogentest machen. Ein positiver Test reicht für eine Strafbarkeit – auch wenn du die Droge Tage oder Wochen vorher in einem anderen Land konsumiert hast. Es drohen mehrere Tage Gewahrsam ohne Kontakt zu Angehörigen.
  • Taxi am Flughafen: Am offiziellen Taxistand gibt es vermehrt Betrugsversuche. Nutz zuverlässige Anbieter oder Apps.

9. Mekong-Delta (2 Tage)

Schwimmende Märkte, Kanäle und Obstgärten: Das Mekong-Delta ist ein ruhiger Abschluss. Von hier aus kannst du auch über Land nach Kambodscha weiterreisen – mehr dazu in unserem Guide Kambodscha Backpacking.

Backpacken in Vietnam in 4 Wochen: So teilst du die Zeit auf

WocheStationen
1Hanoi, Ha-Long- oder Lan-Ha-Bucht, Ninh Binh
2Sapa oder Ha Giang (optional), Phong Nha
3Hue, Hoi An, Da Nang
4Da Lat, Ho-Chi-Minh-Stadt, Mekong-Delta

Mit nur drei Wochen lässt du den Norden (Sapa/Ha Giang) und Da Lat weg.

Du willst Vietnam mit anderen Ländern kombinieren? Dann schau in Südostasien in 4 Wochen: 3 Routen für Backpacker.

Wie reise ich in Vietnam von A nach B?

  • Zug: Die Nord-Süd-Bahn verbindet Hanoi, Hue, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt. Nachtzüge mit Schlafabteil sparen eine Übernachtung. [
  • Bus: Schlafbusse fahren fast überall hin. Laut Auswärtigem Amt solltest du in Überlandbussen, besonders nachts, vorsichtig sein – vereinzelt wurde von sexuellen Übergriffen berichtet, vor allem gegen alleinreisende Frauen.
  • Inlandsflug: Das Netz ist laut Auswärtigem Amt relativ gut ausgebaut. Für die lange Strecke Mitte–Süd oft die schnellste Wahl.

Kauf Tickets nur an offiziellen Verkaufsstellen. Laut Auswärtigem Amt verkaufen „Vermittler“ manchmal überteuerte oder sogar gefälschte Fahrscheine. Am Bahnhof in Hanoi wurden außerdem häufiger Reisende bestohlen, die mit dem Nachtzug ankamen.

Motorrad fahren in Vietnam: Was 2026 gilt

Viele träumen davon, Vietnam mit dem Motorrad zu durchqueren. Bevor du losfährst, solltest du die Regeln kennen:

  • Führerschein: Laut Auswärtigem Amt brauchst du den internationalen Führerschein zusammen mit dem deutschen. Für Motorräder und Roller über 50 cm³ reicht ein Autoführerschein (Klasse B) nicht. Auch die deutsche Schlüsselzahl B196 wird in Vietnam nicht anerkannt.
  • 0 Promille für alle im Straßenverkehr, sogar für Radfahrer.
  • Helmpflicht für Mopedfahrer.
  • Pass: Niemals als Pfand beim Vermieter lassen.

Die Zahl der Verkehrstoten ist laut Auswärtigem Amt eine der höchsten weltweit, die meisten Unfälle passieren nach Einbruch der Dunkelheit. Prüf außerdem, ob deine Versicherung Unfälle ohne gültigen Führerschein abdeckt – mehr dazu in unserem Artikel zur Auslandskrankenversicherung.

Wie sich so ein Trip anfühlt, liest du in unserem Bericht Mit dem Motorrad durch Vietnam.

Was kostet Backpacken in Vietnam?

Vietnam gilt als eines der günstigeren Länder Südostasiens. Belegbare Fixkosten (Stand: November 2026):

  • Visum: für Deutsche und Schweizer bis 45 Tage kostenlos, E-Visum circa 25 bis 50 US$
  • Unterkunft und Essen:

Wechsle Geld laut Auswärtigem Amt nur in offiziellen Wechselbüros. Außerhalb größerer Städte ist Bargeld oft das einzige Zahlungsmittel. Mehr zum Thema Geld steht in unserer Reiseplanung für Südostasien.

Diese Regeln musst du in Vietnam kennen

  1. E-Zigaretten sind komplett verboten. Einfuhr, Besitz und Nutzung – auch Tabakerhitzer und Liquids. Bei Einfuhr drohen laut Auswärtigem Amt Geldstrafen bis zu 3 Milliarden Dong oder bis zu 15 Jahre Haft.
  2. Drogen: Schon kleine Mengen können zu langen Haftstrafen führen, für schwere Fälle sieht das Gesetz die Todesstrafe vor.
  3. Selbstgebrannter Alkohol: Laut Auswärtigem Amt besteht die Gefahr einer Methanolvergiftung. Verzichte auf kostenlose „Welcome Shots“ in Bars und auf Selbstgebrannten in Homestays.
  4. Ausweis: Du musst dich jederzeit ausweisen können. Trag eine Kopie von Pass und Einreisestempel bei dir.
  5. Politik: Demonstrationen sind verboten, regierungskritische Posts werden laut Auswärtigem Amt häufig strafrechtlich verfolgt.
  6. Drohnen brauchen eine Genehmigung des Verteidigungsministeriums.

Gesundheit und Versicherung

Dengue kommt laut Auswärtigem Amt in vielen Teilen des Landes vor, dazu ein ganzjähriges Malariarisiko in bestimmten Regionen. In Hanoi ist die Luft vor allem in den Wintermonaten stark belastet. Lass dich vor der Reise reisemedizinisch beraten und lies unseren Artikel zur Reiseapotheke für Südostasien.

Die medizinische Versorgung ist laut Auswärtigem Amt nicht mit Europa vergleichbar, nur in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt gibt es Kliniken mit besseren Standards. Eine Versicherung mit Rücktransport ist also Pflicht.

Fragen zur Route? In unserer Facebook-Community sind viele Backpacker, die gerade durch Vietnam reisen.

FAQ: Backpacken in Vietnam

Wie lange darf ich ohne Visum in Vietnam bleiben?

Mit deutschem oder Schweizer Pass bis zu 45 Tage. Ein- und Ausreisetag zählen dabei als volle Tage. Österreicher brauchen ein E-Visum.

Reichen 3 Wochen für Vietnam?

Ja, für die Hauptroute Hanoi – Ninh Binh – Hue – Hoi An – Ho-Chi-Minh-Stadt reichen drei Wochen. Mit vier Wochen kannst du den Norden um Sapa oder Ha Giang einbauen.

Darf ich mit dem Autoführerschein in Vietnam Roller fahren?

Für Roller und Motorräder über 50 cm³ nicht. Laut Auswärtigem Amt wird auch die deutsche Schlüsselzahl B196 nicht anerkannt.

Darf ich E-Zigaretten nach Vietnam mitnehmen?

Nein. Einfuhr, Besitz und Nutzung von E-Zigaretten sind seit 2025 verboten, es drohen hohe Geld- und sogar Haftstrafen.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Nord-Süd-Route?

Das ist schwierig, weil das Wetter regional stark unterscheidet. In Mittelvietnam ist die Regenzeit laut Auswärtigem Amt von Oktober bis Dezember, im Norden und Süden von Juni bis September.

Kann ich von Vietnam über Land nach Kambodscha reisen?

Ja. Der meistgenutzte Grenzübergang ist Moc Bai – Bavet auf der Strecke Ho-Chi-Minh-Stadt – Phnom Penh.

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